Topfhelm

Dieser Helm kam Anfang des 14. Jahrhunderts in Mode. Er gehört zu den Topfhelmen, die auch Kübelhelme genannt werden. Die meisten Helme der Kreuzfahrerzeit waren oben flach. Dieser Helm läuft an der Helmglocke spitz zu und wird deshalb auch als Sugar Loaf-Helm bezeichnet. An der Schräge gleiten Schwerthiebe ab, während sie einen flachen Helm leichter durchschlagen. Um den Ritter noch besser zu schützen wurde unter dem Helm eine Bundhaube getragen. Diese federte Schläge ab. Häufig trug man unter dem Helm zusätzliche eine Kettenhaube. So konnte der Helm, der die Sicht einengte, während der Schlacht abgenommen werden und der Ritter hatte trotzdem noch einen Kopfschutz.

Der Helm wiegt knappe 3kg und ist aus 1,6mm dickem Stahlblech mit Messingbeschlägen in Handarbeit hergestellt. Innen besitzt er ein Lederinlet und einen Kinnriemen. Mit dem Inlet kann der Sitz des Helmes angepasst werden, der Kinnriemen hält ihn fest auf dem Kopf. Eine Besonderheit dieses Helmes ist das klappbare Visier. Helme ohne klappbares Visier haben den Nachteil, dass der Ritter durch die Sichtschlitze und Atemlöcher nur wenig Luft bekommt. Es kam häufiger vor, dass ein Ritter das Bewusstsein aufgrund von Sauerstoffmangel verlor.

Die Kreuzfahrerstaaten endeten 1291 AD. Jedoch kämpften die Ritterorden weiter. Dieser Helm fällt historisch also ans Ende der Kreuzfahrerzeit und mag in den Kreuzfahrerstaaten vielleicht vereinzelt schon aufgetaucht sein.

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