Langschwert

Mein Kreuzritterschwert besitzt eine scharfe Klinge und Spitze und ist damit eine Waffe, außerdem ist es ein sehr wertvolles Geschenk, das ich nicht zu Trainingszwecken einsetzen möchte. Aus diesen Gründen werde ich zur Demonstration der Techniken Schaukampfschwerter benutzen, diese gelten als Sportgeräte.

Das Langschwert von Urs Velunt hat eine abgerundete Sicherheitsspitze und eine Schlagkante von 2,5mm. Es ist deutlich größer als das Kreuzritterschwert. Die Länge beträgt 1,26 m. Die Stahlklinge misst 91 cm, das Gehilz ist stolze 35 cm lang und das Langschwert kann wunderbar mit zwei Händen geführt werden. Das handgeschmiedete Schwert wiegt 1,8 kg. Während das Kreuzritterschwert sowohl mit einer als auch mit zwei Händen geführt werden kann, es ist deshalb ein Anderthalbhänder, ist das Langschwert ein Schwert, dass meist mit zwei Händen geführt wird und fällt damit in eine andere Kategorie Schwerter. Ab 1,20 m spricht man in der Regel von einem Langschwert.

Mit der Entwicklung der vollen Plattenrüstung wurde der Schild überflüssig und die zweite Hand konnte die Führung des Schwerts unterstützen. Durch bessere Verarbeitung wurde es möglich, längere Schwerter zu schmieden. Die Klingen wurden schmaler und dem Ort wurde mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Man versuchte damit in die Schwachstellen der Plattenrüstungen zu stechen. Dieses Schwert gehört noch in eine Übergangszeit, da es noch über eine Hohlkehle verfügt. Zeitlich ordne ich dieses Schwert ins 14. und 15. Jahrhundert AD ein. Später veränderte sich der Querschnitt der Klinge von einem H zu einer diamantartigen Form, um besser stechen zu können. Nach der Oakeshott-Typologie entspricht das Langschwert einem XIIa-V2-1 am besten. Es hat einen Birnenknauf und ein Ricasso. Neben dem Langschwert nutze ich auch einen Einhänder und einen Anderthalbhänder.

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