Kettenhemd

Das Kettenhemd und die Kettenhaube wurden bereits im vierten Jahrhundert vor Christus verwendet. Zur Zeit der Kreuzzüge galten Schuppenpanzer, wie sie die islamischen Heere nutzten im Westen als veraltet. Die Kreuzritter nutzten Kettenhemden und Kettenmäntel. Für ein Kettenhemd benötigt man zwischen 18.000 und 20.000 einzelne Ringe, die miteinander verbunden werden. Im Mittelalter war in Europa die 4in1-Variante sehr verbreitet. Dabei ist jeder Ring mit vier weiteren Ringen verbunden. Aufgrund des hohes Herstellungsaufwands war das Kettenhemd sehr teuer und nur Adlige und Wohlhabende konnten es sich leisten. Das Kettenhemd bot Schutz vor den Hieben und Stichen und war, wenn die Ringe vernietet waren kaum mit einem Schwert zu durchdringen. Meine Kettenrüstungen sind unvernietet und damit zehnmal schwächer als vernietete. Vernietete Kettenrüstungen sind die historisch logischerweise häufiger genutzten. Gegen Äxte und Streitkolben bot das Kettenhemd wenig Schutz. Auch wenn es beim Angriff nicht kaputt ging, so konnten doch Knochen darunter von der Wucht des Aufpralls gebrochen werden. Um dem entgegenzuwirken, trug man unter dem Kettenhemd einen Gambeson, der eine dicke Stoffrüstung ist. Gegen Ende der Kreuzzüge wurde das Kettenhemd nach und nach mit Metallplatten verstärkt. Dies waren die ersten Schritte hin zur vollen Plattenrüstung, wie sie heute bekannt ist.

Das abgebildete Kettenhemd wiegt 8,7 kg und hat einen Ringdurchmesser von 12 mm. Zur Herstellung von unvernieteten Kettenrüstungen bitte dem Link folgen.

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