Die Feder ist mächtiger als das Schwert?

Die Feder ist mächtiger als das Schwert.

Wer kennt dieses Sprichwort, welches übrigens nicht aus dem Mittelalter stammt, nicht? Feder und Schwert stehen für symbolisch für Ideen und Macht. Und so manche Idee hat eine politische Macht zu Fall gebracht. Häufiger war es sicherlich auch gut so. Aber bedeutet es, dass die Feder wirklich stärker ist? Nehmen wir die Idee, dass alle Menschen in Freiheit leben können sollen, stellen wir schnell fest, dass Freiheit nicht umsonst ist. Freiheit hat immer ihren Preis, sie muss verteidigt werden, sonst kommt die Unfreiheit zurück. Für die Verteidigung wird das Schwert benötigt.

Deshalb würde ich das Sprichwort eher folgendermaßen formen:

Zusammen sind die Feder und das Schwert mächtig.

Nur wenn beides zusammenwirkt, kann etwas Gutes dabei herauskommen. Was bleibt von der Idee, wenn ich nicht die Macht habe, sie durchzusetzen? Wunschdenken. Was bleibt von der Macht, wenn ich keine Idee habe, was und wie ich damit die Welt formen kann. Leeres Getue.

Deswegen lasst gute Ideen Wirklichkeit werden.

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2 Gedanken zu „Die Feder ist mächtiger als das Schwert?

  1. Nach meinem Verständnis steht “Die Feder” für das (geschriebene) Wort. Und “Das Schwert” für Gewalt, Bedrohung, Aktion. Ich fand folgende Bedeutung für dieses Sprichwort: “Mit Schriften kann man mehr erreichen, als mit Gewalt.”

    Ich denke, das stimmt – und es stimmt auch nicht! Worte können einen Menschen (im Herzen) bewegen. So dass er seine Waffe z.B. senkt oder/und zu meinem Freund wird. Somit wäre die Feder mächtiger, als das Schwert. – Allerdings muss der Andere dafür ZUHÖREN, LESEN und auch meine Sprache verstehen. Ist diese Bereitschaft, die Fähigkeit oder auch ausreichende Zeit nicht da, sticht das Schwert zu – oder der Schuss fällt. Dann hat das Schwert gewonnen.

    Ein faszinierendes Beispiel für die MACHT DER WORTE erlebte die US-Amerikanerin Ashley Smith im Jahre 2005. Auf der Flucht vor der Polizei nimmt sie der verurteilte Mörder Brain Nichols in ihrer eigenen Wohnung als Geisel. Eine Situation auf Leben und Tod. Während der Geiselnahme entsteht zwischen den beiden ein Gespräch. Sie beginnt ihm aus dem Buch “Leben mit Vision”, von dem evangelistischen Pastor Rick Warren, vorzulesen. Worte, die vom lebendigen Glauben an Gott zeugen! Diese Worte berühren Nichols so stark, dass er schließlich seine Waffe beiseite legt und die Geiselnahme (unblutig) beendet. – Die Geschichte der beiden wurde 2015 in dem Film “Captive” verfilmt. Ein Streifen, den ich mir auch auf jeden Fall noch mal ‘antun’ will.

    Nicht zu letzt in der Bibel heißt es: “Im Anfang war das Wort..” – Gott selbst beschreibt sich hier als “Das Wort”.

    • Im Einzelfall mag es sein, dass gute Worte die Gewalt verhindern. Wenn wir jedoch uns die Geschichte und Geschicke von Nationen ansehen, sieht es anders aus.

      Die Christen von Aragon hätten mit Worten alleine nicht den Feind bekämpfen können und wäre Karl Martell ein Pazifist gewesen, wäre das Christentum heute höchstwahrscheinlich vollständig ausgelöscht.

      Dann wäre von den guten Ideen Jesu nichts übrig geblieben und die Scharia würde Europa knechten.

      Freiheit muss verteidigt werden und dass sie es wurde (Schwert) zeigen die Gedankenspielchen, die wir heute durchgehen können. Sonst sähe es hier ganz anders aus und wir würden gar nicht die Möglichkeit haben unsere Ideen (Federn) auszutauschen.

      Henry

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