Der Fünfte Kreuzzug

1217–1229 AD

Nach dem Tod von Papst Innozenz 1216 AD konnte Papst Honorius III. den König Leopold VI. von Österreich und Andreas II. von Ungarn für einen neuen Kreuzzug gewinnen. Die Streitkräfte waren mit 10.000 Rittern wahrscheinlich die größte während der Kreuzzüge. Im August 1217 AD sollte es mit venezianischen Schiffen nach Akko gehen. Im Gegensatz zum Vierten Kreuzzug waren es dieses Mal zu viele Kreuzfahrer für die Schiffe. Mehrere Überfahrten wurden nötig. In Akko wurde die Armee durch lokale Kräfte und Kräfte aus Zypern aufgestockt. Nach Abreise von Andreas II. wartete man bis 1218 AD auf weitere Verstärkung. Nachdem im April Verstärkung kam ging es nach Damiette in Ägypten. Mit dreifacher Mauer war die Stadt gut gesichert und der Lagerplatz der Kreuzfahrer war ungünstig. Angriffe scheiterten. Erst als man im August aus zwei große Schiffen eine Brücke konstruierte, konnte die Kette über den Nil zerstört werden und die Weiterfahrt ermöglicht werden.

Jedoch ließ man sich zu viel Zeit und wartete das Hochwasser und Verstärkung ab. Ende September kam Kardinal Pelagius von Albano mit Verstärkung und sollte den Kreuzzug unter einheitliches Kommando stellen. Die Muslime griffen erfolglos an und scheiterten. Die Kreuzfahrer unter Pelaguis nutzten die Chance zur Offensive nicht. Ägypten zerstörte Jerusalem, weil ein Verlust der Stadt befürchtet wurde. Im Februar 1219 AD kam es zu einem neuen Angriff der Christen und die Muslime flohen. Der Zeitpunkt für einen Angriff auf Damiette war sehr günstig, jedoch bauten die Kreuzfahrer nur ein neues Lager vor Damiette.

Die Muslime wollten verhandeln und boten das ganze Königreich Jerusalem und einen 30-jährigen Waffenstillstand an. Pelagius lehnte ab. Die Muslime boten dazu noch 30.000 Bezant. Pelagius lehnte wieder ab. Verschiedene Teile seines Heeres traten die Heimreise an, dies entging ihm. Die Muslime bekamen Verstärkung und griffen im Mai an. Zwei Angriffe scheiterten und Pelagius befahl den Sturm auf Damiette. Viermal erfolglos. Ägypten wollte wieder verhandeln und während der Verhandlungen nahmen die Kreuzfahrer überraschend die verlassene Stadt Damiette ein. Pelaguis riss die Führung nun komplett an sich. König Johann von Jerusalem reiste ab, im Frühling 1220 AD folgten ihm viele. Italienische Truppen unter der Führung von Bischöfen trafen ein.

Diese kirchlichen Anführer erwiesen sich als unfähig und ein Jahr verstrich. Als Johann zurückkehrte und deutsche Verstärkung kam, begann der neue Feldzug. 600 Schiffe fuhren den Nil hinauf. Die Belagerung von Al-Mansura blieb wegen der ungünstigen Lage des Lagers erfolglos. Weil Pelaguis Warnungen ignorierte gelang es den Muslimen den Rückweg abzuschneiden und die komplette Flotte zu versenken. Nun wollte Pelagius endlich verhandeln. Es kam zu einem achtjährigen Waffenstillstand und die Kreuzfahrer verließen Ägypten. Das Heilige Land wurde nun nicht mehr zurückgegeben. 1229 AD trafen die Deutschen mit acht Jahren Verspätung unter Friedrich II. ein. Er handelte die Übergabe von Jerusalem, Bethlehem und Nazareth aus. 15 Jahre lang blieb Jerusalem unter christlicher Herrschaft.

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