Der Dritte Kreuzzug

1189–1192 AD

Jerusalem wurde 1187 AD von Saladin belagert und die Stadt am 2. Oktober übergeben. Entgegen der allgemeinen Vorstellung ließ Saladin nur die Hälfte der Einwohner gegen Lösegeld frei. Die andere Hälfte wurde versklavt. Die Rückeroberung Jerusalems wurde der Auslöser für Richard Löwenherz in den Dritten Kreuzzug zu starten. Neben Richard startete auch Friedrich Barbarossa zwei Jahre nach der Schlacht von Hattin, in der Saladin die Christen zur Unterhaltung brutal massakriert hatte. Er hatte 3.000 Ritter und 17.000 andere Kämpfer. Mit dem Tross waren es wohl an die 100.000 Leute. Saladin war deshalb sehr besorgt.

Der byzantinische Kaiser Isaak Komnenos hatte mit Saladin ein Verteidigungsbündnis geschlossen. So zog er gegen Friedrich, allerdings erfolglos. Saladin berichtete er einen Sieg. Friedrich plante Konstantinopel zu belagern, doch Isaak gewährte ihm freie Durchreise und Nachschub. Als Friedrich Ikonion eroberte erfuhr Saladin von der problemlosen Durchreise. Zum Glück für Saladin ertrank Friedrich bei der Überquerung des Flusses Saleph und seine Armee löste sich auf. “Der Islam hatte in großer Gefahr geschwebt, und Saladin erblickte mit Recht im Tod des Kaisers seine Rettung.”

Inzwischen bereiteten Frankreich und England einen Truppentransport über See vor. 1190 AD gingen hunderte christliche Schiffe bei Akko an Land und halfen König Guido von Jerusalem bei der Belagerung der Stadt. Saladin belagerte sie, es kam jedoch zur Pattsituation, weil Saladin sich nicht traute die besser ausgerüsteten Christen anzugreifen. Auch seine Flotte blieb erfolglos. Richard saß auf Zypern fest, Isaak Komnenos hatte sich seines Schatzes bemächtigt. Zur Freude der Bewohner Zyperns befreite Richard die Insel, als Issak sein Wort brach. Zypern wurde ein Stützpunkt der Kreuzfahrer. Dann segelte Richard nach Akko und eroberte es. Die Rückeroberung des Heiligen Landes konnte beginnen, allerdings verkündete Philipp II. plötzlich seine Heimreise. Der Dritte Kreuzzug wurde ein Kampf zwischen Saladin und Richard.

Richard wurde sehr verehrt und er stellte im August 1191 AD eine Armee mit 4.000 Rittern, 14.000 Fußsoldaten und 2.000 Söldnern zusammen und zog nach Jerusalem. Am 7. September griff Saladin die Armee in einer offenen Schlacht an. Er verlor gnadenlos und kam ein Jahr später wieder, um Jaffa mit einer großen Armee zu erobern. Obwohl Richard nur noch sechs Ritter und ein paar hundert Armbrustschützen hatte, gelang es Saladin nicht die Stadt zu erobern. Verhandlungen folgten. Richard versuchte nicht Jerusalem zurückzuerobern, weil es nicht hätte langfristig gesichert werden können. 1192 AD handelte er einen Vertrag mit Saladin aus, der es Pilgern gestattete in die Stadt zu reisen.

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